Staub

Ventilatoren für Festkörper: Granulat, Staub, Fasern.

Staub

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Ventilatoren für staubhaltige Gase müssen so ausgeführt sein, dass sich möglichst geringe Ablagerungen an den Laufrädern und im Gehäuse bilden können. Ablagerungen am Laufrad führen rasch zu Unwucht und Lagerschäden.

Laufradtypen
Für Staub-Anwendungen sind die Laufradschaufeln (Q-Typen) so ausgeführt, dass durch höhere Oberflächengeschwindigkeiten Ablagerungen an der Schaufelrückseite zu Lasten des Wirkungsgrades vermieden werden.

Das Gehäuse muss eine Möglichkeit zur einfachen Reinigung bieten. Dies wird oft durch eine Reinigungstüre am Gehäuse erreicht. Auch der Bereich der Ein- und Ausströmungen (flexible Übergänge) muss einfach zu reinigen sein und soll möglichst wenig Toträume enthalten. Je nach Anwendung werden auch Sprühdüsen für die Laufrad- und Gehäusereinigung gleich mit integriert.

Staub, noch stärker Granulat, kann stark abrasiv sein. Die belasteten Oberflächen müssen dieser Beanspruchung widerstehen. Panzerungen bei der Einströmung oder auswechselbare Verschleissbleche im Gehäuse können je nach Medium erforderlich sein.

Staub erzeugt eine stärkere statische Aufladung als reine Gase. Aufgebaute statische Elektrizität muss sicher abgeleitet werden. Staub kann ein hohes, oft unterschätztes Zündrisiko darstellen, sowohl als Wolke als auch durch Ablagerungsschichten.

Sonderwerkstoffe und spezielle Beschichtungen wie Keramik, Auftragsschweissen etc. werden nach genauer Abklärung der Betriebsbedingungen eingesetzt. Spezielle Dichtungen, z.B. SP-Dichtungen mit Sperrluft, verunmöglichen das Eindringen von Staub auf die Antriebswellen.

Empfehlenswert bei staubhaltigen Medien ist eine Überwachung der Ventilatorschwingungen, da damit Ablagerungen im Inneren leichter erkannt werden können.