Radialventilatoren

Beim Radialventilator wird das Medium axial zentral angesaugt und - um 90° umgelenkt - durch Rotation des Laufrades radial beschleunigt und damit sein Druck erhöht.

Radialventilatoren

Mit Radialventilatoren lassen sich grössere Druckerhöhungen erzielen als mit Axialventilatoren, auch die Geräuschentwicklung ist normalerweise geringer.

Ein spiralförmiges Gehäuse dient der Verbesserung des Wirkungsgrads. Der Antriebsmotor liegt immer ausserhalb des Gasstromes, besonders vorteilhaft bei aggressiven, explosiblen oder staubhaltigen Medien.

Die Kennlinie kann je nach Laufradausführung relativ flach ausgeführt werden und wird damit relativ tolerant gegenüber schwankenden Druckverlusten.

Bezüglich des Antriebs unterscheidet man allgemein zwischen

  • Direktantrieb: das Laufrad sitzt unmittelbar auf der Motorwelle. Kompakt und wirtschaftlich (DIN EN ISO 13349:2011, Tab.4, Nr.4 oder 5)
  • Riemenantrieb: die Laufraddrehzahl wird über eine Riementrieb übersetzt. Flexibel (DIN EN ISO 13349:2011, Tab.4, Nr.1,2 oder 3)
  • Kupplungsantrieb: das Laufrad besitzt eine eigene Lagerung, ist aber direkt angetrieben. Für hohe Leistungen (DIN EN ISO 13349:2011, Tab.4, Nr.7 oder 9)

Verfügbar sind eine Vielzahl von Bauformen und Ausführungen bezüglich

  • Baugrösse
  • Laufradtypen
  • Werkstoffen
  • Dichtheit
  • Gehäusestellung
  • Hitzebeständigkeit
  • Druckbeständigkeit
  • Ex-Schutz
  • Zubehör und Sensorik
  • die riemengetriebene Ausführung ist auch für beidseitige Zuströmung verfügbar